Kurzer Überblick über allgemeine Richtlinien, die ergänzt werden müssen, über die von den verschiedenen Fachleuten, die sich mit diesen Krankheiten befassen, verwendeten Materialien und von den Patienten selbst, die ihren Beitrag geleistet haben, indem sie die Produkte über einen Zeitraum hinweg an sich selbst getestet haben.
MCS und EHS – was ist das?
MCS: Multiple Chemical Sensitivity (Multiple Chemikalienunverträglichkeit). MCS ist ein immun-neuro-toxisches, entzündliches Syndrom mit chronischem und progressivem Verlauf, gekennzeichnet durch eine Unverträglichkeit gegenüber chemischen Substanzen in der Umwelt, auch in weitaus geringeren Dosen als von der Allgemeinbevölkerung toleriert. Chemikaliensensible Menschen erkranken bei Exposition gegenüber Chemikalien, die in vielen gängigen Produkten wie Parfüm, Tabakrauch, neuen Teppichen, Raumdeodorants, Pestiziden, Farben und Baumaterialien sowie vielen Reinigungs- und Waschmitteln enthalten sind. Zu den häufigsten Symptomen gehören: Geruchsüberempfindlichkeit, nicht-allergisches Asthma, Rhinitis, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Erschöpfung, Desorientierung, dermatologische Probleme (Rötungen, Juckreiz), grippeähnliche Symptome, beschleunigter Herzschlag, geschwollene Lymphknoten, Gelenkschmerzen, Verdauungsstörungen, Müdigkeit, Herzklopfen, Übelkeit, unzureichende periphere Durchblutung, Arthritis, Vaskulitis, Dermatitis usw., wobei verschiedene physiologische Systeme wie das Atmungs-, Endokrin- und Nervensystem betroffen sind.
Aus zahnärztlicher Sicht könnten diese Personen beispielsweise eine Vergiftung mit Schwermetallen wie Quecksilber aus Amalgamfüllungen aufweisen, die daher sicher unter Beachtung des Schutzprotokolls zur Vermeidung von Staub und Dämpfen entfernt werden sollten (siehe folgende Informationen). Mit Hilfe spezifischer Analysen können Zweifel bezüglich der zu verwendenden Medikamente wie Anästhetika, Antibiotika usw. sowie der zahnärztlichen Materialien, auf die wir später eingehen, ausgeräumt werden. Ein sehr nützliches Instrument ist beispielsweise der „Integrated Drug Metabolism Panel“ (D-MIFAR) und die „Integrated Drug Metabolism Consultation“ (C-MIFAR) (falls der Patient darüber verfügt). Mit geeigneten Anpassungen und Vorsichtsmaßnahmen können also auch diese Personen angemessen behandelt werden. Einige MCS-Patienten leiden auch unter Elektrosensibilität (EHS).
EHS: Elektrohypersensibilität. EHS (vom englischen Akronym Electromagnetic HyperSensitivity), auch einfach als Elektrosensibilität bezeichnet, ist eine umweltbedingte Erkrankung durch physikalische Agenzien mit organischer Basis, charakterisiert durch multiple pathogenetische Mechanismen, die sich in einer immun-toxischen Schädigung äußert, vermittelt durch die direkten Wirkungen elektromagnetischer Felder (EMF), was zu Organschäden und einem Verlust der Toleranz gegenüber EMF führt, selbst wenn deren Intensität weit unter den gesetzlich festgelegten Grenzwerten liegt. Für diese Menschen ist es, abhängig von ihrer spezifischen Sensibilität, von vitaler Bedeutung, vor hochfrequenten EMF (erzeugt durch Wireless-Technologien – Radiofrequenz- und Mikrowellenemissionen) und/oder niederfrequenten EMF (erzeugt durch Stromleitungen und Haushaltsgeräte) geschützt zu bleiben, da sich ansonsten ein mehr oder weniger schweres immun-toxisches Syndrom entwickeln kann.
Bei den meisten Erkrankten sind die Anzeichen und Symptome sehr ähnlich, wenn auch unterschiedlich schwer. Sie treten während oder nach der Exposition auf und verringern sich mit der Entfernung von der EMF-Quelle. Sie reichen von körperlichen Schmerzen (sowährend der Exposition als auch Stunden später), invalidierenden Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, auch intensiven Herzschmerzen, Bauchschmerzen, Hautausschlägen, Schwäche bis hin zu chronischer Müdigkeit, grippeähnlichen Symptomen, Blutdruckschwankungen mit Nasenbluten, Gedächtnis- und Konzentrationsproblemen, gastrointestinalen Problemen, Tinnitus, neurovegetativen Störungen, Übelkeit, endokrinologischen Störungen usw. Viele leiden auch an MCS, was ihre Situation noch verschlimmert. Die wissenschaftliche Literatur ist beträchtlich, aber bisher haben diese Menschen keine Form des Schutzes und der Unterstützung.
Aus zahnärztlicher Sicht gilt alles oben für MCS Gesagte, aber um die Person zusätzlich vor in der Praxis vorhandenen EMF zu schützen, könnte man, neben dem Abschalten von Wireless-Verbindungen, ein abschirmendes Gewebe verwenden, das groß genug ist, um die zahnärztliche Behandlungseinheit zu umwickeln und die Person gut abzudecken.
Allgemeine Hinweise für den Praxisbesuch
Wenn die Person schwer betroffen ist und das Haus nicht verlassen kann, gibt es in jeder Region Zahnärzte, die Hausbesuche durchführen.
Die Person sollte möglichst als erste am Morgen eintreffen, da die Luft in der Praxis nach der Aufnahme mehrerer Patienten mit Duftstoffen belastet sein könnte, und um den Kontakt mit anderen Patienten, die Parfüm oder Wireless-Geräte bei sich tragen könnten, zu vermeiden.
Die Praxis sollte duftstofffreie Produkte verwenden, Wireless-Verbindungen ausschalten und jegliches zertifizierte Produkt zur Flächendekontamination verwenden. Anschließend könnte Dampf verwendet werden, um chemische Rückstände zu entfernen.
Ein Ionisierer oder Luftreiniger kann verwendet werden, wie z.B. die Modelle der Marken Bio3Gen (Ozongenerator) oder IQAir (Luftreiniger, auch für Gase erhältlich) oder Filair, die in Italien leicht erhältlich sind. Die Website Purenature https://www.purenature.de/ hat für MCS geeignete Modelle. Das ideale Modell eines Luftreinigers wäre eines, das aus Metall und nur zu 3% aus Kunststoff besteht.
Der Patientenstuhl der Behandlungseinheit ist in der Regel aus Kunstleder. Einige Zahnärzte überziehen ihn aus hygienischen Gründen mit einer Nylonfolie. Dieses Material saugt Reinigungsmittel, Weichspüler und verschiedene Duftstoffe auf. Für MCS-Personen ist es daher notwendig, sie vor der Behandlung auszutauschen. Wenn der Patient auf Kunststoff reagiert, können Rollen aus Untersuchungspapier verwendet werden. Seit kurzem ist auch ein Vliesstoff (TNT) verfügbar.
Für von EHS betroffene Personen sollten Röntgenaufnahmen eingeschränkt und solche mit niedriger Emission (digitale Röntgenaufnahmen) verwendet werden. Die Notwendigkeit einer DVT (Digitale Volumentomographie) ist fallweise zu prüfen.
Viele in der Zahnheilkunde verwendete Metalle und Materialien können eine Allergie vom Typ IV (nicht durch spezifische IgE, sondern durch Reaktionen zytotoxischer Lymphozyten vermittelt) auslösen. Daher wäre es ratsam, vor Beginn zahnärztlicher Arbeiten, die das Einsetzen neuer Materialien beinhalten, den Lymphozytentransformationstest (LTT Melisa) durchzuführen, um eine mögliche Allergie festzustellen.
Der LTT misst die für MCS und EHS typische Entzündungsreaktion.
Nicht verwenden: Epikutantests (Patch-Tests), da die Konzentration der im Test verwendeten Allergene diese Personen weiter sensibilieren könnte.
Biologische Zahnheilkunde in Betracht ziehen
Es sei auf den Verein Washom verwiesen, der sich das Label der Systemischen und Biologischen Zahnheilkunde zum Ziel gesetzt hat. Dieses strebt an, die Rolle der Zahnheilkunde im Kontext ihrer Wurzel, der Medizin, in ihrer systemischen Ausprägung (als Beziehung des stomatognathen Systems zum restlichen Organismus) und biologischen Ausprägung (als Ausdruck der Achtung des Lebens basierend auf der Verwendung biokompatibler und metallfreier Materialien) zu verorten. https://societaitalianamedicina.it/project/wasbom/
Für diejenigen, die das Thema vertiefen möchten, sei Patienten und/oder Ärzten das Buch Odontoiatria tossica. Odontoiatria vitale. I danni dell’odontoiatria e le soluzioni von Dr. Antonio Miclavez empfohlen, das diese Aspekte sehr gut erklärt.
Handschuhe und Kofferdam
- Verwenden Sie nitrilblaue oder -grüne oder Vinylhandschuhe.
- Verwenden Sie latzfreien und duftstofffreien Kofferdam (lila), es gibt nur eine Sorte.
- Es gibt auch weiße Handschuhe, die geruchsärmer als farbige sind.
- Für die Amalgamentfernung Kofferdam aus Gummi (Roeko Flexi Dam) ohne Latex und ohne Talkum verwenden.
- Zahnseide: Oral-B Essential floss ungewachst.
Zahnreinigung
Der EHS-Patient kann die Zahnsteinentfernung mit manuellen Instrumenten ohne Ultraschall durchführen lassen.
Zur Entfernung des Biofilms ein duftfreies Natronpulver-Spray verwenden (auch hier Fall-zu-Fall-Prüfung), während für die Politur mit der Bürstchen nur Wasser und Bimsstein verwendet werden sollten.
Wurzelkanalbehandlungen
Grundsätzlich sind wurzelbehandelte Zähne potenziell Träger odontogener Herde.
Bei diesen Personen sollten Zähne nicht wurzelbehandelt werden aufgrund der verschiedenen Lösungsmittel, die für die Wurzelkanalbehandlung verwendet werden und die Toxizität in den Mund und Knochen abgeben. Mit der Zeit würden sich so schlimmere Probleme mit lokalen Knochenschäden ergeben.
Die Wurzelkanalbehandlung hat bei einigen Patienten Infektionsprobleme verursacht; am besten wäre es, den Zahn zu ziehen. Wenn auf eine Wurzelkanalbehandlung nicht verzichtet werden kann, etwas verdünntes Wasserstoffperoxid zur Reinigung der Kanälchen verwenden.
Eine gute Alternative ist die Desinfektion mit Laser.
Nicht zur Kanalfüllung verwenden: Guttapercha oder guttaperchafreie Materialien mit Eugenol, da Eugenol ein Terpen ist und Terpene flüchtige organische Verbindungen (VOC) freisetzen.
Zum Verschließen der Wurzel kann Zinkphosphat-Zement verwendet werden, der sich nach ein paar Monaten auflöst.
Nicht verwenden: provisorische Zemente, die Eugenol enthalten, sondern nur eugenolfreie provisorische Zemente, wie z.B. Cavit.
Komposite nicht verwenden.
Vorsicht bei Calciumhydroxid (Produkt: Calcimol LC Voco), da es bei einigen Personen mit diesen Erkrankungen große Probleme verursacht hat.
Bisphenol A
- Diese Personen sind nicht in der Lage, Bisphenol A (BPA) aus dem Körper auszuscheiden. Veränderungen in den Mechanismen der Leberentgiftung und der antioxidativen Abwehrkräfte können einen Zustand systemischen oxidativen Stresses verursachen.
- Wie kürzlich nachgewiesen, ist BPA in fast allen dentalen Kompositen enthalten und auch ein grundlegender Baustein in der Synthese vieler gängiger Kunststoffe und Additive.
- Achten Sie darauf, keine Fluorid freisetzenden Substanzen zu verwenden.
- Nicht verwenden: Chlorhexidin und Methacrylate, da es Substanzen sind, die der Erkrankte nicht abbauen kann.
- Die kritischen Methacrylate sind: HEMA, UDMA, TEGDMA, BIS-GMA.
Nicht verwenden: Aldehyde
In der Zahnheilkunde werden Aldehyde als Desinfektionsmittel verwendet, aber auch Materialien, die Formaldehyd enthalten.
Formaldehyd ist ein Aldehyd, der in einigen dentalen Materialien enthalten ist, wie Kompositen, Adhäsiven, Methacrylat und Urethandimethacrylat. Diese Materialien werden zur Zahnrekonstruktion, Befestigung von Füllungen sowie in der Prothetik und Kieferorthopädie verwendet.
Auch einige Sterilisationsmittel zur Desinfektion zahnärztlicher Instrumente enthalten Formaldehyd.
Anästhetika
- Für viele Patienten ist die Verwendung von Sulfiten und Adrenalin überhaupt nicht geeignet, da diese Substanzen sogar schwerwiegende Probleme verursachen können.
- Lokalanästhetika ohne Adrenalin verwenden. Mepivacain ohne Adrenalin wird normalerweise gut vertragen.
- Es ist ratsam, immer Verträglichkeitsanalysen wie den Basophilen-Aktivierungstest (BAT) durchzuführen.
- Man kann sich auch für Akupunktur entscheiden, da für diese Technik spezielle Goldnadeln für Nickelallergiker verwendet werden.
- Eine weitere nützliche Methode kann die Auriculotherapie sein.
Entfernung von Amalgamfüllungen
Die Amalgamentfernung muss unter größtmöglicher Sicherheit und unter strengster Beachtung des nachstehenden Protokolls erfolgen.
Das Protokoll wurde von Prof. Max Daunderer auf der Grundlage seiner Erfahrungen mit über 2500 vergifteten Patienten erstellt. (Quelle: www.infoamica.it)
Die geschützte Entfernung zur Minimierung der Quecksilberexposition des Patienten sieht folgende Vorsichtsmaßnahmen vor:
- Sauerstoffmaske / Nasenkanüle oder Zufuhr von sauberer Luft aus einer Flasche.
- Schutzbrille aus Kunststoff (Schwimmbrillentyp); falls nicht verfügbar, feuchte Watte auf die Augen legen.
- Kofferdam aus Gummi oder synthetischer Faser und zusätzlich flüssiger Kofferdam zur Verbesserung der Abdichtung.
- Starke Absaugung mit einer großen Kanüle oder einem speziellen Sauger (Clean-Up), der über dem Operationsfeld positioniert wird.
- Technik des "Ausschlagens" (Disincastonamento): Der Zahn muss um die Amalgamfüllung herum aufgebohrt werden, ohne sie zu berühren, um sie möglichst am Stück zu entfernen. Es ist mindestens ein Fall bekannt, bei dem eine Person an MCS erkrankte, weil der Zahnarzt das Amalgam durchtrennt hatte, obwohl er Kofferdam, Absaugung und Sauerstoff verwendet hatte.
Weitere Vorsichtsmaßnahmen bei der Amalgamentfernung
Der Patient sollte mit einer Plastikschürze unter dem zahnärztlichen Brustschutz bedeckt werden, um seine Kleidung zu schützen. Es wird außerdem empfohlen, sich nach der Entfernung umzuziehen, um eine Kontamination zu vermeiden.
Um eine mögliche sublinguale Absorption über die Mundschleimhaut zu minimieren und die Absorption von Quecksilberdampf durch die Blut-Hirn-Schranke unter dem Kofferdam zu verringern, lokale Aktivkohle oder Chlorella zusammen mit einer Watte- und Gazerolle verwenden. Dies hilft, Partikel abzufangen und gelöste Metalle zu chelatisieren, die unter den Kofferdam gelangen. Oft wurden Partikel auf den sublingualen Geweben und den seitlichen Zungenrändern gefunden.
Dies muss vermieden werden, da es ein schneller Weg der Absorption in den Organismus ist.
Sehr wichtig beim Ausschlagen des Amalgams ist die Verwendung von mehrschneidigen Wolframkarbid-Fräsen mit einem Winkelstück-Multiplikator (roter Ring), um mit langsam drehendem und drehmomentstarkem Bohrer zu fräsen und zu vermeiden, dass eine zu hohe Geschwindigkeit das Quecksilber verdampfen lässt und die Person vergiftet.
Nach Beendigung: Die Gaze, die Watterolle und die Aktivkohle/Chlorella müssen entfernt werden. Die Gaze wird verwendet, um Mund und Zunge zu inspizieren und sicherzustellen, dass keine Partikel unter den Kofferdam gelangt sind. Sobald alle Schleimhautgewebe vollständig kontrolliert und gereinigt sind, muss der Mund mit reichlich Wasser gespült werden, um das Verschlucken oder die Absorption von Amalgampartikeln zu vermeiden.
* Vor der Entfernung kann auch der Kaugummi-Test zur Messung der Metallkonzentrationen im Speichel durchgeführt werden, während Metalle im Knochen nur gemessen werden können, wenn der Zahn extrahiert wird.
Implantate
Um das geeignete Material zu bewerten, wäre es neben verschiedenen Tests ideal, den Patienten für eine gewisse Zeit ein Stück des geplanten Materials testen zu lassen. Indem der Patient es im Mund behält, kann er eventuelle unerwünschte Reaktionen feststellen. Wie oben beschrieben, verwenden einige Zahnärzte Kompositkügelchen, die der Patient wie Bonbons mehrere Stunden am Tag im Mund behalten kann, um die Verträglichkeit der Komponente zu testen.
Dieser empirische Test hat einen relativen Wert, da er von vielen Variablen beeinflusst wird, von denen einige nicht vorhersehbar sind.
Keramik wäre am besten, ist aber sehr brüchig.
Zirkonoxid ist das am häufigsten verwendete Material; es korrodiert nicht und leitet keinen Strom. Zirkonoxid kann auch für Überkronungen verwendet werden, und für jemanden, der kein Implantat erhalten kann, wird eine herausnehmbare Prothese angefertigt.
Alle zahnärztlichen Prothesen müssen nickelfrei sein.
PEEK (Polyetheretherketon) ist ein Hochleistungspolymermaterial, das für die Herstellung von Zahnimplantaten und Prothesen verwendet wird, insbesondere für Kronen, Brücken und Abutments auf Implantaten. Es ist biokompatibel und wird daher für Allergiker verwendet. Allerdings sind mögliche Reaktionen auf eventuelle Additive oder Verunreinigungen, die während der Verarbeitung oder der Verwendung dieses Verbundstoffs auftreten können, zu berücksichtigen, da es mit Additiven wie Verstärkungsfasern (z.B. Kohlefaser) oder Farbstoffen modifiziert werden kann. Da es verschleißfest ist und eine der von Knochen ähnliche Flexibilität aufweist, ist es ideal für komplexe Prothesen und/oder ästhetische Restaurationen. Es kann zur Herstellung von Strukturen auf Implantaten verwendet werden und fungiert als Stoßdämpfer zwischen Implantat und Knochen.
Zahngerüste, die aus rostfreiem Stahl (einer Eisenlegierung, die durch Zugabe einer geeigneten Konzentration von Nickel rostfrei gemacht wird) hergestellt werden, können eine allergische Reaktion auslösen. Das Produkt kann bereits in mikroskopischen Mengen in den Kreislauf gelangen und Zellen und Gewebe erreichen, wodurch es vom Patienten nicht toleriert wird. Für Gerüste wird auch häufig eine Chrom-Kobalt-Legierung verwendet.
Für Gerüste ist die einzige metallfreie Alternative PEEK.
Achtung: Viele Menschen mit diesen Erkrankungen haben einen Vitamin-D-Mangel mit sehr brüchigen Knochen, die bei einer Implantation brechen können.
Titanimplantate sind nicht indiziert, da sie zur Freisetzung von Mikropartikeln dieses Materials führen, die sich im Organismus ausbreiten und eine Allergie vom Typ IV erzeugen können.
Nicht mehrere Metalle für Implantate kombinieren.
Materialien für Füllungen und Brücken
Es ist nicht einfach, geruchlose Materialien zu finden, die frei von Lösungsmittelrückständen oder freiem Monomer sind. Es gibt verschiedene Arten von Kunststoffen, die durch Heißspritzgießen in eine Form verarbeitet werden und nach dem Abkühlen inert sind. Einige zu recherchierende Namen:
Valplast, Flexite, Flexione, Acetalharz oder Nylon.
Occlufast Rock, ein Vinylpolysiloxan-Material für okklusale Abdrucke. Dieses Material wird von Zhermack geliefert.
Als dentaler Komposit: Venus Diamond Kulzer ohne Bisphenol A (enthält auch keine Methacrylate).
Komposit: Ename! Plus HRI Bio Function Micerium ohne BIS-GMA, ohne BPA (enthält Fluorid), Adhäsivsystem Ena Bond Micerium.
Komposit: Admira Fusion 5 Voco ohne Bisphenol A, ohne Methacrylate (kein BIS-GMA, kein TEGDMA, kein UDMA usw.)
Als Adhäsiv: Ibond Kulzer ohne Bisphenole.
Als Ätzgel: eine 37%ige Orthophosphorsäure, beliebig.
Harvard Cement ist ein Zinkphosphat-Zement, hergestellt von Harvard Dental International GmbH. Ideal für Füllungen, zum Befestigen von Kronen, Brücken und Inlays. Das Material ist biocompatibler als andere aufgrund der Anwesenheit von Zink, das eine Rolle bei der Entgiftung von Quecksilber spielt. Da es ein poröses Material ist, drainiert es Toxine vom Zahn nach außen. Ist klebrigen Präparaten vorzuziehen.
Empfohlene Glasionomer-Zemente: Fuji.
Adhäsiv: 3M Scotchbond Universal Plus ohne Bisphenol A.
DoxaDent ist ein Kompositmaterial auf Keramikbasis, das sich direkt in der Zahnkavität verhärtet und sie abdichtet, wobei es eine solide Füllung bildet.
Wichtiger Warnhinweis: Wenn der Zahnarzt den Adhäsivbonder aufträgt, nicht einatmen, Nase und Mund schützen, sofern ein Kofferdam vorhanden ist. Das Komposit sollte nicht auf einmal, sondern schichtweise aufgetragen werden, wobei jede Schicht mit der Polymerisationslampe ausgehärtet wird, so dass auch das Innere der Kavität bereits polymerisiert ist und nicht nur die Oberfläche.
Wenn Brücken benötigt werden, sollten sie besser herausnehmbar aus einem für MCS spezifischen, analogen Material angefertigt werden. Empfohlen wird Valplast Nylon Thermoplastic.
Dental Flex, Firma für flexible Prothesen.
Es gibt auch biologische Prothesen, vollständig polymerbasiert, ähnlich wie Nylon.
Dentale Inlays: Cerec aus Vollkeramik.
Wenn der Patient eine Knochenaugmentation benötigt, sollte die Qualität des Kalziums bewertet werden, das Kalziumsulfat oder andere Kalziumlösungen sein kann. Es ist ratsam, vorher den LTT-Test (Lymphozytentransformationstest) durchführen zu lassen.
Die Knochenregeneration, die in Bereichen mit Knochenverlust eingesetzt wird, z.B. nach Zahnextraktion oder aufgrund parodontaler Erkrankungen, hat bei einigen dieser Menschen sehr ernste Probleme verursacht. Die für den dentalen Wiederaufbau zu verwendende Knochenmatrix sollte bewertet und alle Tests durchgeführt werden, bevor eine Entscheidung getroffen wird.
Dokument abgeschlossen am 18.05.25
UNTERZEICHNER
Um das Dokument auch nachträglich zu unterzeichnen, senden Sie bitte eine E-Mail an:
accesso.alle.cure@gmail.com
ÄRZTE
Dr. Lina Pavanelli
Außerordentliche Professorin für Anästhesie
Dozentin für Umweltmedizin A.S.S.I.M.A.S.
Ferrara
Derzeit im Ruhestand
Dr. Donatella Fava
Fachärztin für Anästhesie und Intensivmedizin
Leitende Ärztin der ASL LT (Lokale Gesundheitsbehörde)
Formia
Derzeit im Ruhestand
Dr. Rosanna Di Giosaffatte
Medizinstudium abgeschlossen
Fachärztin für Zahnmedizin und Stomatologie
Biologische Zahnmedizin
Pescara
Dr. Paolo Genangeli
Zahnarzt mit 30-jähriger Ausbildung und Tätigkeit in der Biologischen Zahnmedizin sowie Experte für Homöopathie und Homotoxikologie. Er absolvierte eine Weiterbildung in Klinischer Umweltmedizin und ist Mitglied von A.S.S.I.M.A.S.
Genzano di Roma (RM)
VEREINE und KOMITEES
Verein AN.Chi.Se. Onlus
Präsidentin: Ester Lupo
E-Mail: anchiseonlus@libero.it
Komitee Toskana MCS
Präsident: Marco Orlando
E-Mail: comitatotoscanomcs@gmail.com
Komitee Oltre la MCS (Über MCS hinaus)
Präsidentin: Roberta Borghese
E-Mail: comitato@oltrelamcs.org
A.N. Riconoscimento MCS OdV (Nationale Vereinigung für die Anerkennung von MCS)
Präsident: Luigi Sarno
E-Mail: info@associazionenazionalemcs.it
A.S.S.I.M.A.S.
Italienische Vereinigung für Medizin, Umwelt und Gesundheit
Präsidentin: Dr. Justina Claudatus
E-Mail: info@assimas.it
Komitee Venetien Chemische Sensibilität
Präsident: Claudio Fiori
E-Mail: comitatomcs@gmail.com
Verein Umbrien MCS OdV
Präsident: Ruggero Martellini
E-Mail: associazioneumbriamcs@gmail.com
A.D.A.S. Vereinigung für Verteidigung von Umwelt und Gesundheit
Präsidentin: Marisa Falcone
E-Mail: adas.presidente@gmail.com
Vereinigung der Umweltkranken AS.M.AMB.
Präsidentin: Giuseppina Marazia
E-Mail: giusim2729@gmail.com
A.I.E. Italienische Vereinigung der Elektrosensiblen
Präsident: Paolo Orio
E-Mail: presidente@elettrosensibili.it
Informelles Komitee SOS SENSIBILI
Referentin: Elisabetta Saviotti
Facebook-Seite: SOS-Sensibili