Dringende Forderung nach sofortiger Verabschidung verbindlicher Protokolle zum Schutz von Patienten mit MCS und EHS im Gesundheitswesen

Von Konstruktor , 17 Februar 2026
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An die Ministerien für Gesundheit und Soziales
An die Präsidenten der Regionen
An die Ärzte- und Zahnärztekammern
An die Gesundheitsdirektionen von Krankenhäusern und Kliniken
An alle Haus- und Fachärzte

DRINGENDE PRESSEMITTEILUNG

Verletzte Grundrechte: Patienten mit MCS und EHS fordern sofortigen Schutz beim Zugang zur medizinischen Versorgung

Spittal an der Drau, 17.02.2026 – Ein gesundheitlicher und zivilisatorischer Notstand wird von den Institutionen weiterhin ignoriert: Die Grundrechte von Menschen mit Multipler Chemikalienunverträglichkeit (MCS) und Elektrosensibilität (EHS) werden täglich allein durch den einfachen Akt des Aufsuchens einer ärztlichen Behandlung verletzt.

Diese von der Weltgesundheitsorganisation anerkannten und durch eine wachsende wissenschaftliche Literatur gestützten Krankheiten verwandeln den Zugang zu jeder medizinischen Einrichtung in eine potenzielle Quelle weiteren physischen und psychischen Traumas. MCS- und EHS-Patienten wirken als Umweltsentinellen – ihre Empfindlichkeit ist ein Alarmzeichen für eine Welt, die zunehmend mit toxischen Substanzen und elektromagnetischen Schadstoffen gesättigt ist.

Die Gewalt des Wartens: Physische und verfassungsrechtliche Folter

Selbst nur dreißig Minuten in einem Wartezimmer zu verbringen, bedeutet für diese Patienten, Folgendem ausgesetzt zu sein:

  • Parfüms, Deodorants, Wasch- und Weichspüler, die von anderen Patienten getragen werden
  • Elektromagnetischen Feldern, die von Mobiltelefonen, WLAN-Netzen und elektronischen Geräten erzeugt werden
  • Toxischen Materialien in Flammschutzmitteln von Technologien, Möbeln und Lüftungssystemen

Diese erzwungene Exposition verursacht immuno-toxische Reaktionen, die bis zu zehn grundlegende Verfassungsparameter beeinträchtigen können: das Recht auf Gesundheit, auf Bewegungsfreiheit, auf Arbeit, auf Selbstbestimmung, auf gesellschaftliche Teilhabe und sogar die spirituellen Rechte und die Rechte des Gewissens.

Es handelt sich nicht nur um Unbehagen: Es ist echte physische Folter, die messbare und langanhaltende organische Schäden verursacht.

Die menschlichen und wirtschaftlichen Kosten der institutionellen Gleichgültigkeit

MCS- und EHS-Patienten sind gezwungen, enorm hohe Kosten privat zu tragen für:

  • Biologische und präventive Therapien, die nicht vom Gesundheitssystem übernommen werden
  • Umweltanpassungen der eigenen Wohnung, um sichere Räume zu schaffen
  • Lange und komplexe Entgiftungsprogramme

Die Arbeit der therapeutischen Selbstverwaltung und Prävention, die diese Menschen bewältigen müssen, kann bis zu 23 Stunden am Tag über zehn Jahre erreichen – ein Einsatz, der über 30 Jahren professioneller Arbeit entspricht.

Wenn wir diese Schuld in entzogenen Lebensstunden, selbstfinanzierter Behandlung und vermeidbarem Leid berechnen, übersteigt die Rechnung an die Gesellschaft für jeden einzelnen Patienten drei Millionen Euro bei weitem. Multipliziert mit der wachsenden Zahl empfindlicher Menschen stehen wir vor einer unberechenbaren sozialen Schuld – einer Schuld, die mit Schweigen und Gleichgültigkeit niemals beglichen werden kann.

Die Lösung existiert: Klare und zugängliche Protokolle

Seit Jahren existieren präzise Leitlinien für die Aufnahme und Behandlung dieser Patienten, insbesondere in kritischen Bereichen wie der Zahnmedizin und Anästhesie. Das diesem Schreiben beigefügte Protokoll – verfügbar auf Italienisch, Deutsch und Englisch – spezifiziert im Detail:

  • Welche Anästhetika sicher sind (z.B. Mepivacain ohne Adrenalin)
  • Welche Dentalmaterialien zu vermeiden sind (Amalgame, Methacrylate, Bisphenol A)
  • Welche Verfahren zur Amalgamentfernung zu befolgen sind, um Vergiftungen zu vermeiden
  • Wie die Terminplanung zu organisieren ist, um den ersten Termin am Morgen zu gewährleisten
  • Welche Geräte auszuschalten sind (WLAN und Mobiltelefone) und welche Vorkehrungen bei der Einrichtung zu treffen sind

Dies sind keine optionalen "Ratschläge": Es sind Mindestanforderungen, um das verfassungsmäßige Recht auf Gesundheit zu gewährleisten.

Konkrete Forderungen an die Institutionen

Wir fordern die Ministerien für Gesundheit und Soziales, die Regionalregierungen und alle Ärztekammern auf:

  1. Diese Protokolle formell als verbindliche Leitlinien für alle öffentlichen und privaten Gesundheitseinrichtungen zu verabschieden.
  2. Alle Ärzte – Hausärzte, Fachärzte, Zahnärzte, Anästhesisten – über die Existenz dieser Krankheiten und die korrekten Verfahren zu informieren.
  3. Diesen Patienten absolute Priorität bei der Terminplanung zu garantieren (erster Termin am Morgen, dedizierte Umgebungen).
  4. Die Rolle der MCS- und EHS-Patienten als Umweltsentinellen und ihren Beitrag zur öffentlichen Gesundheit offiziell anzuerkennen.
  5. Einen Prozess zur Erfassung der sozialen Schuld gegenüber diesen Patienten einzuleiten und Formen der Entschädigung und kontinuierlichen Unterstützung vorzusehen.

Empfindlichkeit ist Stärke und Bewusstsein

Wir, MCS- und EHS-Patienten, fordern keine Privilegien. Wir fordern, unsere Grundrechte ausüben zu können, ohne systematisch von einem Gesundheitssystem geschädigt zu werden, das uns heilen soll.

Unsere Empfindlichkeit ist Stärke und Bewusstsein. Wir sind das Thermometer einer kranken Umwelt. Uns zu ignorieren bedeutet, den gesundheitlichen und ökologischen Notstand zu ignorieren, der immer mehr Menschen betreffen wird.

Es ist an der Zeit, dass Regierung und Gesellschaft die aufgelaufene Schuld anerkennen und entsprechend handeln.

Die Protokolle existieren.
Die Lösungen sind bekannt.
Es fehlt nur der politische Wille.

Angehängtes Dokument:
"Informationen für die Aufnahme in zahnärztlichen Praxen und die Behandlung von Personen mit MCS und EHS" (verfügbar in ITA, DE, EN)

Diese Mitteilung wurde von MCS- und EHS-Patienten im Rahmen des "Progetto Integrato" zur Verbreitung zugänglicher Gesundheitsprotokolle verfasst.

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